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Plädoyer

Vorweg:

Die Zeiten bedingen es, dass sich gerade viele Menschen Gedanken über den Zustand unserer Welt machen. Dabei dreht sich aus aktuellem Anlass vieles um die Finanz- und Wirtschaftskrise. Kein Wunder, sehen wir doch in ihr das größte Bedrohungspotential für unsere eigene Existenz. Täglich erreichen uns neue Hiobsbotschaften, immer düsterer werden die Prognosen. Angst bestimmt den Alltag, Schuldige für die Misere werden gesucht. Darunter mischt sich die Wut des kleinen Bürgers auf  selbst in der Krise nimmersatte Raubtierkapitalisten, die Gesellschaft fürchtet eine Entsolidarisierung usw. - kurz, ein Sog aus schlechten Nachrichten will uns in ein schwarzes Loch tiefer Depression ziehen.

Stop!!! Ich mag keine schwarzen Löcher! Daher singe ich dieses Lied jetzt auch nicht weiter.

Trotzdem habe ich mich mit dem Thema Welt befasst und versucht, es in kurzer, knackiger Form zu verarbeiten (der Stoff in seiner ganzen Komplexität würde eigentlich eher für mehrere Tausend Bücherseiten reichen). Herausgekommen ist dabei eine subjektive Betrachtung aus einem etwas anderen Blickwinkel, die in einem Plädoyer endet und viel Zuversicht verbreiten möchte.

Bei aller Dramatik - was wir derzeit erleben, ist doch nichts anderes als das Ergebnis eines gut gedachten, aber sichtbar fehlgeleiteten Systems, was wir als Gesellschaft mit entwickelt und getragen haben, ob gewollt oder ungewollt. Klar, die Rollen sind unterschiedlich verteilt, es wäre jedoch zu einfach, mit dem Finger nur auf ein paar wenige Verantwortliche zu zeigen. Damit will ich mich hier auch gar nicht aufhalten.

Natürlich ist die gegenwärtige Misere nicht zu verleugnen, dafür ist zu vieles in Unordnung geraten. Nutzen wir doch diesen Umstand jetzt einfach, um mal über den Tellerrand der Wirtschafts- und Finanzkrise hinauszuschauen. Denn genau darin liegt die große Chance einer Neubesinnung und Neuausrichtung, an der jeder mitwirken kann! Es lohnt sich!

Exakt darum geht es mir! Ich halte das Leben einfach für zu lebenswert, als dass wir es uns durch äußere Einflüsse vermiesen lassen sollten.

Zwar beginnt auch meine Ausführung nicht wirklich wohlklingend und verheißungsvoll - nur, wem nützt eine weichgespülte Bestandsaufnahme? Viel wichtiger ist mir, positiv zu denken, eine Vision von einer Welt zu haben, in der viel mehr Menschen das miteinander teilen können, was wirklich wichtig ist – nämlich glücklich zu sein! Daran, dass das möglich ist, glaube ich zutiefst und freue mich wahnsinnig, wenn sich viele Menschen zu einer ähnlichen Denkweise angestoßen fühlen.

An alle Fetischisten der deutschen Sprache: Seht mir die eine oder andere Schwäche im Satzbau, grammatikalische Fehler oder sonstige Unebenheiten bitte nach. Der Text ist spontan entstanden und nicht großartig nachbearbeitet worden. Das erklärt den einen oder anderen Gedankensprung oder eine weniger flüssige Überleitung von einem Thema zum nächsten. Aber so ist’s Original und entspringt sozusagen direkt meinem Herzen!

Übrigens, wer mir ein Feedback geben will, kann das gerne tun. Ich vertrage jede Meinung.

Here we go…

Zeit für einen neuen Aufbruch – Plädoyer für mehr (globale)Verantwortung

Die Welt und unsere gesamte Weltordnung steht nach vielen Jahrzehnten wieder einmal auf dem Prüfstand, vielleicht gar auf der Kippe. Zusammenbrechende Bankimperien, taumelnde Wirtschaftssysteme, immer neue Kriege, eine ständig größer werdende Schere zwischen Arm und Reich, Nahrungsmittelknappheit auf der einen, Überfluss und Verschwendung auf der anderen Seite, eine um sich greifende Ich-Mentalität (auf einzelne Menschen wie auf ganze Nationen bezogen) und eine damit einhergehende Verrohung im Umgang miteinander – diese und noch einige andere Dinge lassen sich feststellen, wenn wir nüchtern betrachten, was sich quer über den Globus derzeit abspielt. Nicht nur das – ganz besonders der Natur, der Umwelt und dem Klima fügen wir ungehemmt Schaden zu, beinahe so, als ließe sich alles, was wir ihr entnehmen und antun, beliebig reproduzieren – und das bei einer stetig steigenden Erdbevölkerung. Dabei leben wir von der Natur, brauchen sie für unser Fortbestehen mehr als alles andere auf der Welt.

Wir alle in den wohlhabenden Nationen verdanken unseren Reichtum neben harter Arbeit (und leider auch der Ausbeutung anderer Völker) zu einem großen Teil den Geschenken einer freigiebigen Mutter Erde, einem Planeten, der uns bis heute unseren Raubbau an ihm immer wieder verziehen hat. Wir sollten etwas häufiger dankbar dafür sein und ein wenig mehr Wertschätzung zeigen! Es ist Zeit, der Erde etwas zurückzugeben für ihre Großzügigkeit und Leidensbereitschaft!

Um das zu erreichen, können wir nicht so weiter machen wie bisher und darauf warten, dass ein paar schlaue Köpfe uns ein Patentrezept liefern, womit wir unseren Wohlstand erhalten, oder - besser noch - ausbauen und gleichzeitig unseren Lebensraum wieder in ein natürliches Gleichgewicht bringen. Nein, wir alle sind aufgerufen, eine neue Ära einzuläuten! Eine, in der wir beginnen, uns verantwortungsvoller gegenüber unser aller Zuhause und seinen Ressourcen zu verhalten. Und das miteinander – nicht gegeneinander!

Allen unterschiedlichen Lebensentwürfen, Kulturen, Systemen, Weltanschauungen, politischen und religiösen Ansichten zum Trotz ist es an der Zeit für ein gemeinsames Bestreben, eine Zukunft zu gestalten, die unsere Lebensgrundlagen nicht zerstört, sondern erhält – und allen Menschen die Möglichkeit auf ein würdiges Leben einräumt.

Niemand besitzt das natürliche Recht, mehr von der Natur für sich zu beanspruchen als ein anderer, weder als Person noch als Nation. Der Lebenszyklus eines einzelnen Menschen ist nur auf einen kurzen Zeitraum beschränkt – einen sehr kurzen, genau genommen! Gegenwärtig bevölkern weit über 6 Milliarden Menschen die Erde, etliche Milliarden waren es in den Jahrtausenden zuvor, und eigentlich sollen es doch auch noch viele weitere Milliarden in zukünftigen Generationen sein.

Angesichts dieser Zahlen erscheint es mir einfach absurd, dass sich ein einzelner Mensch oder eine einzelne Nation wichtiger nimmt, mehr Ansprüche einfordert, als anderen Menschen und Nationen zugestanden wird, zumindest in Bezug auf die elementaren Lebensgrundlagen und Ressourcen.

Wir Menschen wünschen uns die Freiheit, das aus unserem Leben zu machen, was uns erstrebenswert erscheint. In vielen Ländern können wir das auch, und das ist wirklich gut so –  doch bitte nicht fortwährend auf Kosten anderer!

Die hemmungslose Verschwendung sowie die vorsätzliche Zerstörung von wichtigem Lebensraum auf der einen Seite und die bittere Armut unzähliger Menschen auf der anderen Seite muss endlich beendet werden. Und sie kann beendet werden! Alles, was wir dafür brauchen, ist eine neue Ordnung, die Respekt und Toleranz einfordert und die Schöpfung  bewahrt – als Chance auf ein friedliches Leben – für alle!

Das setzt natürlich voraus, dass denen geholfen wird, die aus eigener Kraft zur Zeit nicht (über)lebensfähig sind. Nicht nur durch Spenden und Almosen, sondern in erster Linie durch ein humanes, faires und ökologisches Wirtschaftssystem. Einem Wirtschaftssystem, das endlich erkennt, dass besonders eine gesunde Erde bei allem Streben nach materiellem Wohlstand von allergrößter Bedeutung ist.

Die Verantwortung hierfür lässt sich jedoch nicht einfach auf die Politik und die übrigen Schaltzentralen der Macht abwälzen (wenngleich diesen Ebenen natürlich schon eine Schlüsselrolle zukommt). Nicht Zwänge von oben sind das, was wir brauchen, sondern die Erkenntnis bei jedem einzelnen Menschen, so klein und unbedeutend er sich auch fühlen mag - für ein individuelles Verantwortungsbewusstsein, das zu kollektiver Stärke wächst!

Diese kollektive Stärke wird nötig sein, da es eine Reihe institutioneller Vereinigungen und auch einzelner Menschen gibt, die viel Macht besitzen und kein wirkliches Interesse an grundlegenden Veränderungen haben – die alten Strukturen haben sie reich und mächtig gemacht. Das wollen sie bewahren! Ihnen die Stirn zu bieten ist eine wichtige Aufgabe, um gemeinsam für das höchste Ziel einzustehen – ein lebenswertes Leben für alle!

Es geht dabei gar nicht darum, den „habenden“ Menschen etwas nehmen zu wollen, aber es geht darum, sie (friedlich) daran zu erinnern, dass sie den Planeten nicht unbegrenzt für sich allein beanspruchen können. Der Lebensraum Erde ist für alle da – diese fundamentale Wahrheit sollte uns immer bewusst sein oder wieder bewusst werden – bei allem, was wir tun! Und ich mag einfach nicht glauben, dass ein etwas bewussteres Leben ein schlechteres, ein spaß- und freudloses Leben sein soll!

Klar bedarf es Umstellungen bei Alltagsgewohnheiten etc., aber ein neues Bewusstsein kann gelernt werden, da bin ich mir sicher. Außerdem, ist es nicht besser, wir ändern etwas aus eigener Einsicht, als dass wir durch schmerzhafte Umstände dazu gezwungen werden müssen? Wir Menschen sind doch Geschöpfe mit überragenden Fähigkeiten, also können wir auch lernen, dass ein neues Bewusstsein langfristig für uns mehr Gewinn als Verlust bedeutet. Was wir zu leisten imstande sind, haben wir bewiesen, seitdem es uns gibt. Es offenbart sich jeden Tag in Form der vielen Errungenschaften unserer modernen Zivilisation, leider auch an den Dingen, mit denen wir uns Schaden zufügen. In atemberaubendem Tempo treiben wir uns zu kompliziertesten Technologien und sonstigen Höchstleistungen, bestehende Grenzen werden angesichts der rasanten Fortschritte ständig weiter verschoben. Nur ist es uns bis heute nicht wirklich gelungen, scheinbar einfache Verhaltensweisen zu ändern, für die es  lediglich einem „Dialog mit unserem Herzen“ bedarf. Einem Dialog, der uns zu einem verträglicheren Miteinander führt, uns verantwortungs- und respektvoller mit Mensch, Tier und Natur umgehen lässt.

Sind wir wirklich nicht dazu in der Lage oder sind wir einfach nicht daran interessiert, unserer Großartigkeit diesen höchsten Ausdruck zu verleihen, uns die Krone der Schöpfung aufzusetzen?  Doch! Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es sehr wohl können - und auch wollen! Denn im Grunde ist es doch eine überwältigende Anzahl an Menschen, die ein friedliches, erfülltes, glückliches und zufriedenes Leben anstreben.
Und das Schönste ist – es geht! Wir alle können unseren Beitrag leisten. Zu unserem eigenen Nutzen, aber auch zum Nutzen anderer! Wir können sofort damit beginnen, keiner hindert uns!

Nehmen wir uns doch einfach das Autofahren zum Vorbild – kein Scherz! Jeder, der es gelernt hat, weiß, welche Konzentration anfangs erforderlich ist, damit alle Abläufe funktionieren. Wir müssen üben, üben und noch mal üben, bis alles sitzt und Autofahren für uns zu der selbstverständlichen Sache wird, die es ist. Warum also soll es uns nicht auch gelingen, ein Leben von umfassenderem Bewusstsein zu erlernen und dieses Bewusstsein zu unserer Normalität werden zu lassen? Klar, auch dies müssen wir üben, üben, üben!

Meine Frage hierzu: Ist eine noch auf lange Zeit lebenswerte Heimat keine Perspektive, für die sich solche Mühen lohnen? Ich finde, ein schöneres und erstrebenswerteres Ziel kann es doch gar nicht geben!

Ob arm oder reich, jung oder alt, schauen wir nach vorne, fangen wir heute an – gemeinsam! Hören wir auf uns zu bekämpfen, lassen wir die gegenseitigen Schuldzuweisungen, beginnen wir, einander zuzuhören, einander zu verzeihen, voneinander zu lernen. Sehen wir nicht mehr  das Trennende, sondern das Verbindende, sehen wir nicht die Gefahren, sondern die Chancen, entscheiden wir uns gegen Feindschaft und Krieg, vielmehr für Freundschaft und Frieden! Unterstützen wir uns gegenseitig bei unserer großen Aufgabe, eine menschlichere und gerechtere Welt zu schaffen, einen Paradigmenwechsel herbeizuführen, der ohne Dogmen auskommt, Individualität anerkennt, aber jede Form von Rücksichtslosigkeit verurteilt! Stellen wir unser Zusammenleben auf ein neues Fundament!

Geht nicht? Warum nicht? Natürlich geht es! Wir haben die Wahl, bei uns damit anzufangen – heute! Dummes Geschwätz? Nur für den, der es dazu macht! Ganz im Ernst, es ist wirklich so einfach, lebt aber vom Mitmachen! ;-) Kompliziert wird es nur, wenn wir es kompliziert machen! Fakt ist doch, dass wir durch unser eigenes Verhalten mitbestimmen, in welche Richtung unser Zug künftig fährt. So viele revolutionäre Veränderungen der Vergangenheit – gute wie schlechte - haben in einer kleinen Zelle ihren Ursprung gehabt und sind erst später gewachsen, um die Veränderung im Großen überhaupt möglich zu machen. Also, geben wir uns eine Chance, ganz ohne autoritäre Vorgaben, restriktive Systeme und technokratische Abläufe! Wie gesagt, nur durch unser eigenes Verhalten! Was verlieren wir?

Wir können natürlich auch weitermachen wie bisher. Akzeptieren wir Maßlosigkeit, Verschwendung, Gier, Ausbeutung, Missgunst, Lügen, Egoismus, Gewalt, Mord, Kriege, Mobbing und immer weniger Empathie weiter als unsere Realität, hoffen wir darauf, dass es auch in Zukunft weiterhin wir sind, die vom Leben begünstigt werden. Vielleicht kommen wir ja durch damit, eher aber wohl nicht! Hey, das Leben ist doch viel zu schön, zu kostbar, zu wertvoll, um es durch so viele negative Einflüsse seiner Qualität zu berauben!!!

Ich weiß, ich haue hier ganz schön auf den Putz, und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter,  sage ganz unbescheiden, dass im Erkennen der Botschaft dieses Textes der Schlüssel dafür liegt, wie wir alle unsere Welt Stück für Stück ein bisschen besser machen können! Hehre Worte, gewiss, aber warum sollte ein großes Thema durch kleine Worte entwertet werden? ;-)

In dem Sinne, lasst uns hohe Ziele ins Visier nehmen und im Kleinen damit anfangen, dass wir sie erreichen! Nicht nur die Welt wird es uns eines Tages danken, auch wir selbst werden es tun!

So, und jetzt wünsche ich mir viele Menschen, die dem Geschriebenen nicht nur zustimmen, sondern sich als Multiplikator dafür einsetzen, ihm Wirkung zu verleihen. Je mehr Menschen das sein werden, desto kraftvoller wird die Botschaft sich entfalten können und an Stärke hinzu gewinnen! Seid Keimzelle einer Bewegung, die Lebensfreude verbreitet und unsere Zukunft erhellt!

Ich finde, das klingt richtig gut! Also, macht mit! Los geht’s! Weg mit unnötigem Ballast und selbst auferlegten Zwängen, hinfort mit Trübsal und Pessimismus, sprengt Eure unsichtbaren Ketten und geht voran in ein neues Zeitalter! Nicht morgen – heute!!

Wem es anfangs etwas schwer fallen sollte, das alles zu beherzigen, dem empfehle ich, sich immer wieder selbst daran zu erinnern. Auch ich muss das von Zeit zu Zeit tun. Dann führe ich mir einfach vor Augen, auf wie viele Dinge ich Lust habe. Das hilft fast immer und zeigt mir, dass ich mit Allem zuerst bei mir anzufangen habe. Meine „Lust-Liste“ habe ich übrigens einfach mal angehängt. Wem sie hilft, der möge sie für sich nutzen... .

Herzlichst,

Euer Guido

Meinerzhagen im Januar 2009

 


Übrigens, Walt Disney hat einmal gesagt:

„Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“

Worauf warten wir...?


Ich habe Lust.....

... auf einen zuversichtlichen Blick nach vorn (aber auch einen kritischen Blick zurück, aus
    dem ich nützliche Lehren ziehen kann)!

... auf eine freundliche Welt, in der ich auf Feindschaften verzichte!

... auf einen lebenswerten Planeten, an dessen Erhalt ich mich beteilige!

... auf eine wirtschaftliche, politische und geistige Elite, die diese Bezeichnung verdient!

... auf einen Rechtsstaat, in dem Recht und Gerechtigkeit sich nicht widersprechen!

... auf eine Gesellschaft, in der sich Alt und Jung, Arm und Reich, Stark und Schwach trotz
    unterschiedlicher Ansichten respektieren!

... darauf zu erleben, dass Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit nicht nur hohle Phrasen sind!

... darauf zu erleben, dass echte Leistungsträger bekommen, was sie verdienen!

... auf Menschen, die ihre Fehler auch bei sich und nicht nur anderen suchen!

... auf viele glückliche Menschen!

... darauf, das Gute dem Schlechten vorzuziehen!

... darauf, das beizusteuern, was mir möglich ist!

... darauf, nie den Mut zu verlieren - im Gegenteil...!

... auf Optimismus!

... auf das Leben!!!

Wer noch?????